<< Tontaubenschiessen ist eine faszinierende Schiesssportart, bei der fliegende Tonscheiben mit der Flinte getroffen werden. In der Schweiz erfreut sich das Tontaubenschiessen sowohl als Sport wie auch als Erlebnis für Anfänger, Gruppen und Fortgeschrittene grosser Beliebtheit. Mit professioneller Einführung, klaren Sicherheitsregeln und individueller Betreuung ist der Einstieg auch ohne Vorkenntnisse möglich. >>
Trap (oder Trapschießen) ist seit 1900 olympisch und verbindet Präzision mit Tempo: Geschossen wird auf Wurfscheiben, die aus einem Bunker mit 15 Maschinen in wechselnden Winkeln und mit bis zu 100 km/h herauskatapultiert werden. Eine Serie umfasst 25 Scheiben, geschossen mit 24-g-Schrotpatronen von fünf Ständen, die jeweils im Rotationsprinzip gewechselt werden. Ordnung muss sein - auch wenn die Scheiben flüchten.
Die Maschinen werden nach ausgelosten Wurfschemata eingestellt, damit niemand weiß, was kommt (außer: schnelle Tontauben). Geschossen wird im Voranschlag: Waffe an der Schulter, Wange fest am Schaft - Jagdanschlag ist hier tabu. Die Distanzen sind größer als beim jagdlichen Trap, die Scheiben fliegen weiter und schneller. Treffer zählen nur, wenn der Schiedsrichter ein sichtbares Stück sieht - Staub reicht nicht, Dramatik schon.
Geschossen wird in Rotten mit meist sechs Einzelschützen oder Teams bestehen aus drei. Abgerufen wird die Scheibe mündlich, ausgelöst elektroakustisch über Mikrofone. Internationale Wettbewerbe unterteilt in (Herren, Damen und Para-Sport) umfassen 125 Scheiben. Verwendet werden fast ausschließlich Bleischrote bis 2,5 mm; Stahl wird eher in der Schweiz verwendet. Qualifikation plus Finale; ins Finale kommen die besten sechs. Bei Treffergleichheit entscheidet ein Shoot-off: Einzelschuss, bis einer verfehlt. Für Zuschauer und TV werden oft Flashscheiben eingesetzt, die beim Treffer farbig explodieren. Nicht vorgeschrieben, aber sehr hilfreich - sonst wäre Trap im Fernsehen eher ein Hörspiel.
Der Name „Trap“ kommt von der englischen Falle - ein Relikt aus Zeiten lebender Tauben. Heute fliegen zum Glück nur noch Scheiben mit 11 cm Durchmesser.
Beim sportlichen Skeet werden 25 Wurfscheiben pro Serie beschossen. Pro Scheibe ist nur ein Schuss erlaubt, mit maximal 24 g Schrot – kein Nachfassen, kein Diskutieren. Die Scheiben kommen aus Hoch- und Niederhaus, gekreuzt oder Einzel. Der Abruf erfolgt durch den Schützen, mit einer zufälligen Verzögerung von 0-3 Sekunden. Überraschung gehört zum Programm.
Geschossen wird in Rotten mit meist sechs Einzelschützen. Internationale Wettbewerbe unterteilt in (Herren, Damen und Para-Sport) umfassen 125 Scheiben Qualifikation plus Finale; ins Finale kommen die besten sechs. Bei Treffergleichheit entscheidet ein Shoot-off auf Stand 4: Dubletten, bis einer patzt.
Das Finale läuft über 60 Scheiben mit regelmäßigem Ausscheiden der schwächsten Schützen, bis zwei um Gold und Silber kämpfen. Geschossen wird auf den Ständen 3, 4 und 5, inklusive Reversdublette (erst die weiter entfernte Scheibe - weil Skeet sonst zu einfach wäre). Für Zuschauer und TV werden oft Flashscheiben eingesetzt, die beim Treffer farbig explodieren. Nicht vorgeschrieben, aber sehr hilfreich - sonst wäre Skeet im Fernsehen eher ein Hörspiel.
Olympisches Skeet-Schießen entstand aus der Praxis, die Flugbahn von Wildvögeln zu simulieren, um die Fähigkeiten von Jägern zu trainieren. Heute fliegen zum Glück nur noch Scheiben mit 11 cm Durchmesser.
Bei Jagdparcours ist das Ziel die realistische Simulation der Jagd auf Niederwild – allerdings ohne Kälte, Dornen und Jagdpächter zu simulieren. Im Gegensatz zu Trap und Skeet gibt es keine festen Maschinenstandorte und keine normierten Flugbahnen: Jede Scheibe ist eine kleine Überraschung mit eigener Persönlichkeit. Allerdings viel langsamer.
Geschossen wird auf Einzeltauben und Dubletten, oft international pro Stand drei Einzelscheiben plus eine daraus kombinierte Dublette. Dubletten gibt es in drei Varianten:
· Auf Schuss: Die zweite Scheibe startet erst nach dem ersten Schuss
· Simultan: Beide Scheiben gleichzeitig
· Raffahle: Zwei Scheiben schnell hintereinander aus einer Maschine
Ein Treffer zählt, sobald sichtbare Splitter fliegen. Einzeltauben dürfen zweimal beschossen werden, bei Dubletten hat der Schütze große Freiheit in der Schussfolge – sogar sogenannte Bauerndubletten (zwei Scheiben, ein Schuss) zählen. Effizienz wird hier ausdrücklich belohnt.
Geschossen wird im Jagdanschlag: Die Flinte wartet unter der Schulter und darf erst angeschlagen werden, wenn die Scheibe sichtbar ist. Nach dem mündlichen Abruf erscheint sie mit 1–3 Sekunden Verzögerung – genug Zeit für Vorfreude, aber nicht für Zweifel.
Zum Einsatz kommen nahezu alle denkbaren Scheibenformen: von Standard, Midi und Mini über Battue, Rollhase und Rocket bis zu Spezialitäten wie Looper, Teal oder Kerze. Erlaubt sind Flinten der Kaliber 12, 16, 20, 28 und .410.
Internationale Wettkämpfe werden nach F.I.T.A.S.C.-Regelwerk ausgerichtet, das übernimmt die F.I.T.A.S.C. selbst.
Kurz gesagt: Jagdparcours ist abwechslungsreich, anspruchsvoll - meist weiss man, von wo die Taube kommt, dank vorgegebenem Schema hilft hier nicht nur Können. Und manchmal Glück. Aber vor allem Können.
Helices-Schiessen, in Deutschland meist Elektrotauben genannt, ist eine eher unbekannte Disziplin - und die wohl technischste Annäherung an das historische Lebendtaubenschiessen. Die Taube lebt nicht, aber sie wehrt sich flugtechnisch nach Kräften.
Geschossen wird auf zwölf Elektrotauben aus 21 Metern. Die zehn besten Schützen qualifizieren sich fürs Finale über weitere fünf Tauben (bei Treffergleichheit auch mehr). Mannschafts-, Damen-, Junioren- und Seniorenwertungen enden nach zwölf Tauben; Gleichstände werden per Stechen entschieden.
Die Elektrotaube ist kein Leichtgewicht: 104 mm Durchmesser, Flügelspannweite 28 cm, bis 70 g Gesamtgewicht. Erlaubt sind Flinten bis Kaliber 12 mit maximal 36 g Schrot - hier darf es also etwas mehr sein.
Der Ablauf ist streng geregelt und fast zeremoniell:
Der Schütze meldet sich mit „Ready“, der Bediener antwortet ebenfalls „Ready“, erst dann folgt das „Pull“. Startet die Taube zu früh, darf man sie ignorieren. Schießt man trotzdem - Pech gehabt, dann zählt’s. Verlässt die Taube den markierten Bereich
ungetroffen, gibt’s einen Fehler.
Wettkämpfe werden oft im Knock-out-System geschossen: Wer trifft, muss weiter zurücktreten - der Abstand zur Maschine wird in 3-Meter-Schritten erhöht. Treffer bleiben Pflicht, Komfort optional.
Kurz gesagt: Helices ist wenig verbreitet, technisch anspruchsvoll und gnadenlos ehrlich. Eine Disziplin für Schützen, die Überraschungen mögen - aber nur, solange sie zerbrechen.